Reisen trotz Corona-Krise

Sicher urlauben in unsicheren Zeiten

Verehrte Politik – muss das sein?

on 19. Juni 2020 Kommentare deaktiviert für Verehrte Politik – muss das sein?

Corona tangiert uns alle. Privat und auch beruflich. Die einen mehr, die anderen weniger. Dabei sind viele Branchen und deren Mitarbeiter unverschuldet in eine absolute Schieflage geschickt worden. Der Tourismus ist einer von diesen Bereichen. Rückblickend ist es nachzuvollziehen, dass ab Mitte März drastische Maßnahmen wie ein touristisches Reiseverbot und Grenzschließungen innerhalb Europas durchgeführt wurden. Keiner, einschließlich der Politiker, wusste es denn besser. Der erste Schock in der Reisebranche saß tief, sie blickte jedoch angesichts sich sehr positiv entwickelnder Infektionszahlen, dem Sommer guten Mutes entgegen.

Der deutsche Föderalismus hat gewiss Fürsprecher und Gegner, am Anfang der Corona-Lockerungen hat dieser jedoch deutlich seine Schattenseiten gezeigt: gepaart mit politischen Profilierungwabsichten wollte jedes Bundesland seinen eigenen Weg zurück ins touristische Leben führen. Besonderes Augenmerk war hier auf die bayrische Landesregierung zu legen. Es erschlich einen das Gefühl, dass bei den strengen bayerischen Corona-Auflagen für Gastronomie und Hotellerie am Ende nicht mehr die Sicherheitsaspekte im Vordergrund standen. Vielmehr sollten hier Ängste bestimmter Bevölkerungsgruppen abgeholt werden. Als es schließlich darum ging, ob die Grenzen nach Österreich kurzfristig geöffnet werden könnten, hatten sowohl Ministerpräsident Söder als auch Bundesinnenminister Seehofer mehrfach betont, dass man ja wunderbar in Bayern Urlaub machen könne.

Seehofer hatte also keine Eile, ein bilaterales Abkommen mit Österreich auszuhandeln. Ironischerweise oder sollte es eher traurigerweise heißen, bleiben nun die Touristen den bayerischen Hotels und Biergärten eher fern und fahren weiter gen Österreich, Italien oder Slowenien. Kein Wunder, haben denn die Hotels noch immer extrem strenge Auflagen beim Frühstück, dürfen Wellness und Sauna nicht öffnen. Die Gaststätten müssen weiterhin bereits um 22.00h schließen, während der österreichische Tourist in den vollen Genuss der genannten Infrastruktur kommt.

Blicken wir nach vorne und freuen uns, dass vor 2 Tagen die Reisewarnungen in die meisten EU-Staaten aufgehoben und damit auch die Grenzkontrollen in diese Länder beendet wurden. Das bedeutet, dass dem Sommerurlaub 2020 in Länder wie Griechenland, Italien, Spanien oder Kroatien nichts mehr im Wege steht. Die Freude für die Touristikindustrie hielt jedoch nur kurz und wurde durch den nächsten Schocker unlieb ausgebremst: mit der Veröffentlichung der neuen Reisefreiheit innerhalb der EU verkündete das Auswärtige Amt (AA) eine Verlängerung der Reisewarnung bis zum 31.08. für alle Nicht-EU bzw. Nicht-Schengenstaaten.

Insgesamt betrifft dies 160 Länder inklusive jener für deutsche Pauschalreisende beliebte Länder wie Ägypten, Türkei, Marokko oder Tunesien. Man fragt sich ernsthaft, was sich das AA bei dieser Entscheidung gedacht hat. Ist sich die deutsche Regierung bewusst, welche negativen Konsequenzen dies für viele Menschen in Deutschland, Europa und anderen Regionen dieser Welt haben kann? Betrachten wir also die Situation in Deutschland und was die hiesigen Reisebüros, kleine, mittelgroße und große Reiseveranstalter in den letzten Monaten getan haben: nichts als Stornierungen abzuarbeiten, die in den Zeitraum der weltweiten Reisewarnungen gefallen waren. Selbsterklärend, dass es in den letzten 3 Monaten dagegen kaum Neubuchungen für alle touristischen Beteiligten gab. Dies alles ist natürlich nicht nur extrem frustrierend und nimmt sämtliche Energie, sondern stellt für viele kleine und mittelständische Betriebe ganz real eine Bedrohung ihrer Existenz da. Der kleine Strohhalm der Hoffnung war also die Zeit nach dem 15.06., an dem sich die Reisebranche festhielt, der dann vor Augen aller von Herrn Maas letzte Woche im nächsten Mülleimer entsorgt wurde.

Dementsprechend rollt nun eine neue Flut von Stornierungen für die o.g. nordafrikanischen Reiseländer und die Türkei heran. Eine neue Last an weggebrochenen Provisionen und zeitraubende Bearbeitungen, wenn man z.B. als Reisebüro sich eigentlich um die Akquise neuer Kunden kümmern wollte. Veranstalter verzweifeln, da Sie nicht wissen, wann sie welche Destination in den Verkauf geben können ohne wieder das Risiko der weitflächigen Stornierungen einzugehen. Keine Pauschalreise ohne die Airlines, die ebenso mit der Aufarbeitung der letzten Monate kämpfen und sehr genau überlegen müssen, wann und wie viele Flugzeuge reaktiviert werden. Bei dieser Planung ist eine pauschale Reisewarnung natürlich wenig hilfreich. Für Länder wie Ägypten, Marokko, Tunesien und die Türkei sind bestimmte Regionen bis zu 80% vom Tourismus abhängig. Wenn dort Hotels zumachen müssen, Menschen abwandern und sich die Infrastruktur verschlechtert, wird das auch die deutsche Wirtschaft das mit Verzögerung zu spüren bekommen.

Zu erwarten ist, dass in den nächsten Wochen und Monaten weitere kleinere Reiseveranstalter insolvent gehen werden, vor allem jene, die sich auf ein oder wenige Zielgebiet spezialisiert haben und damit die Existenzgrundlage genommen wurde. Ein weiteres Drama spielt sich allerdings relativ verborgen an den Zielorten ab: dort ist der Tourismus teilweise der einzige elementare Wirtschaftszweig, der nun komplett weggebrochen ist. In den süd- und ostafrikanischen Ländern wie Tansania, Kenia, Botswana oder Namibia sind dadurch viele Menschen in den letzten Monaten mittellos geworden und die Sorgen drehen sich heuer mehr um Hunger und das reine Überleben als einen Virus. Damit ist der soziale Frieden bedroht. So geht es auch dem für diese Länder so wichtigen Naturschutz, für den nun das Geld fehlt. Sollte der Tourismus nicht in naher Zukunft zurückkehren müssen wir damit rechnen, dass jahrelange Bemühungen, die wilde Schönheit vor Zerstörung und Wilderern zu schützen, zu Nichte gemacht werden.

Konsequenterweise haben zwei Afrika-Veranstalter aus Sachsen und Hessen letzte Woche beim Verwaltungsgericht Berlin einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung eingereicht: die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Tansania, Seychellen, Mauritius und Namibia sei aufzuheben, da unbegründet. Die Infektionszahlen in diesen Ländern sei teilweise deutlich unter den einiger EU-Länder. In Namibia anderen Menschen überhaupt zu begegnen, ist bei einer Bevölkerungsdichte von 2,8 Einwohner pro km² schon eine Herausforderung. Zum Vergleich: in Deutschland leben auf gleichem Raum fast 100x so viele Menschen (233 pro km²).

Eine pauschale Reisewarnung ist daher nicht nur grob fahrlässig, sondern täuscht die Bevölkerung. Hier wird suggeriert, dass eine existierende Gefahr für Leib und Leben bei Reisen in ein solches Land drohe. Zwar hat der deutsche Außenminister noch am 15.06. im ARD-Extra betont, dass eine Reisewarnung kein Reiseverbot sei, die Wirkung auf die potentiellen Reisenden sind jedoch eindeutig und die Folgen für die Tourismusindustrie verheerend.

Man wundert sich im Übrigen, warum die globale Reisewarnung für weitere zehn (!!) Wochen ausgerufen wurde. Also jener Zeitraum bis Ende August, in dem sich hauptsächlich die Urlaube der schulpflichtigen Familien abspielen. Da lohnt es sich nochmal den Äußerungen des Herrn Maas genauer zu folgen: die Verlängerung der Reisewarnung wäre in enger Abstimmung mit den Kollegen der anderen EU-Länder wie Spanien, Italien oder Griechenland geschehen. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt!

Christofer GratzVerehrte Politik – muss das sein?

Ausblick Reisen und Urlaub trotz Coronakrise in 2020

on 22. April 2020 Kommentare deaktiviert für Ausblick Reisen und Urlaub trotz Coronakrise in 2020

Ein Experten-Ausblick auf die Möglichkeit touristischer Reisen in diesem Jahr.

Wir geben hier eine Einschätzung, wo und ab wann unserer Meinung nach Reisen in diesem Jahr trotz Corona-Krise wieder möglich sein werden. Dies geschieht natürlich ohne Gewähr, wir versuchen hier die aktuelle Lage, die vergangenen Entwicklungen und unsere Expertise in Einklang zu bringen um eine solide Einschätzung zu generieren. Generell besteht für Auslandreisen aktuell noch eine Reisewarnung für alle Länder. Das Auswärtige Amt (AA) beurteilt die Lage für jedes Land täglich neu. Allerdings darf erwähnt werden, dass eine Reisewarnung nicht bedeutet, dass man dort nicht hinreisen kann. Die weltweite Reisewarnung, die aktuell noch bis 14. Juni gilt, wird nicht verlängert werden. Vielmehr plant das AA spezifische Corona-Hinweise zu den jeweiligen Ländern. Als Tourist ist jedoch am wichtigsten zu wissen, ob mich das Zielland ohne Einschränkungen einreisen lässt, z.B. dass ich bei in Einreise in Quarantäne muss. Sehr positiv ist, dass man bei Rückreise aus den EU-und Schengenländern sowie Großbritannien seit dem 16.05. nicht mehr in häusliche Quarantäne muss.  

Ausgewählte Reiseziele in Europa:

 

Ausgewählte Reiseziele weltweit:

 

Deutschland

Ab dem 30.05. wird auch das letzte Bundesland (Bayern) wieder touristische Übernachtungen anbieten. Damit ist bundesweit wieder normaler Tourismus möglich. Einschränkungen gibt es bei Hostels, wo in vielen Fällen die Gemeinschaftsunterkünfte auf 4 Personen beschränkt sind. Wellnessbereiche und Sauna bleiben vorerst auch fast überall geschlossen, außer in Rheinland-Pfalz, die ab 10. Juni plant, den Besuch dort wieder zu gestatten.

Niederlande

Ein positives Signal hingegen setzen die Niederlande: Dort sind touristische Reisen und Übernachtungen nicht untersagt (Ausnahme Provinz Zeeland). Das Land erlaubt allen EU-Bürgern ins Land zu reisen. Zudem wurde die Grenze zwischen Niederlande und Deutschland nie kontrolliert. Restaurants, Cafés und Museen öffnen nun am 01. Juni wieder.

Die Sommerferien in den Niederlanden zu verbringen steht daher nichts im Wege. Tragen Sie sich doch einfach bei unserem Traumziel-Alarm ein oder rufen direkt bei unserer Hotline an, wenn wir Ihnen bei ihrer Reiseplanung behilflich sein können. 

Dänemark

Dänemark hat sich leider ziemlich abgeschottet seit Anfang der Corona Krise und einen Einreisestopp für Reisen ohne triftigen Grund verhängt. Wir sind zwar optimistisch, dass dieser Einreisestopp wieder gelockert wird, aber es ist gut möglich, dass auch danach touristische Reisen in das Land untersagt bleiben. Dänemark ist wirtschaftlich nicht so abhängig vom Tourismus, so dass einer Öffnung für Touristen wohl keine hohe Priorität gegeben sein wird.  

Belgien

Belgiens Maßnahmen sind ähnlich wie in Dänemark. Touristische Reisen und Infrastruktur im Land bleiben vorerst untersagt bzw. geschlossen. Hier wird es sich bezüglich der Lockerungen der Restriktionen vermutlich ähnlich wie in den Nachbarländern verhalten. Der nächste Termin für Lockerungen ist der 08. Juni: melden Sie sich doch bei unserem Traumziel-Alarm an, wenn Sie wissen möchte wie es mit dem Tourismus in Belgien weitergeht. 

Spanien

Spanien hat es bekanntlich schlimmer in der Corona Krise getroffen als andere europäische Länder. Daher sind dort die Restriktionen auch entsprechend härter ausgefallen. Daher ist das Land bei den Lockerungen auch etwas später dran, als andere Mittelmeerstaaten. Nun wurde aber bekannt gegeben, dass Spanien sich ab 01. Juli wieder für Touristen öffnet. Allerdings hat die Regierung sich noch nicht geäußert, ob und wie dies mit Einschränkungen für Touristen aus der EU verbunden sein wird. Lass Sie sich doch einfach beraten bei unseren Experten an unserer Hotline. 

Schweden

Einen Sonderweg in der Coronakrise ging und geht man in Schweden: Statt vollständigem oder teilweisem Lockdown läuft das öffentliche Leben dort fast normal weiter. Schulen, Kindergärten, Restaurants und Geschäfte sind weiter geöffnet, wobei selbstverständlich wie bei uns Abstandsregelungen gelten: „Kampf gegen Corona: Liegt Schweden am Ende doch richtig?

Schweden ist also gerade jetzt für einen Citytrip zu empfehlen. Man muss allerdings beachten, dass Bahn- und Flugverbindungen derzeit ausgedünnt sind. Nach Kopenhagen, das nur ein paar S-Bahn-Stationen vom schwedischen Malmö entfernt ist, sind z.b. die ICE von Hamburg über Puttgarden nach Kopenhagen derzeit ausgesetzt. Die Lufthansa fliegt derweil täglich von Hamburg, Berlin und München nach Kopenhagen.  

Österreich

Noch ist der Grenzverkehr nach Österreich recht eingeschränkt, aber zum 15. Juni werden alle Restriktionen aufgehoben und die Grenzkontrollen werden aufgehoben. Wir hatten in der letzten Maiwoche die Gelegenheit uns schon mal in Tirol umzuschauen: das, was wir sahen hat uns große Freude gemacht. Die Hotels haben wieder auf oder sind gerade dabei die Pforten wieder zu öffnen. Die Restaurants, Cafés und Wirtshäuser freuen sich regen Betriebes. Anders als in den meisten Bundesländern dürfen die Gaststätten bis 23.00h und auch die Hotels dürfen Saunen und Wellnessbereiche wieder ohne Einschränkungen anbieten. Sie können also sofort loslegen mit ihrer Urlaubsplanung nach Österreich: entweder direkt bei uns, bei unserem Partner booking.com oder Sie melden sich einfach bei unserem Traumziel-Alarm an: da beraten wir Sie gerne zu Österreich oder Sie sagen Sie uns wohin Sie möchten und wir lassen Sie wissen, sobald dies wieder möglich ist.

Übrigens hier noch ein paar Geheimtipps: wenn Sie nicht bis zum 15. Juni warten möchten, können Sie Österreich auch ohne Grenzkontrollen erreichen. Einfach in das Risstal bzw. den Ahornboden fahren. Eine wunderschöne Enklave Österreichs, die nur von Bayern erreichbar ist und wo es nie Grenzkontrollen gab.

Es muss nicht immer die Adria oder das Mittelmeer sein: in Österreich bieten das Salzkammergut, das Burgendland oder die zahlreichen Kärtner Seen bieten eine hervorragende Alternative.

Schweiz

In der Schweiz verhält es sich derzeit ähnlich wie in Deutschland. Wir sind aber optimistisch, dass es für den Sommer analog des Vorschlages Österreichs auch ein Reiseabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland geben wird: „Corona: Situation Schweiz und international“.

Frankreich

Frankreich hatte lange Zeit sehr strenge Corona Auflagen inklusive Ausgangssperren. Die Lockerungen sind aber mittlerweile soweit, dass alle Geschäfte und Restaurants seit 11. Mai wieder geöffnet haben. Die Regierung hat ihre Bürger aufgerufen, dass sie ihren Sommerlaub für Juli und August planen und buchen können. Da die Einreisebeschränkungen mit Deutschland am 15. Juni komplett aufgehoben werden, steht ihrem Frankreich-Urlaub im Sommer nichts mehr entgegen. Tragen Sie sich für eine Beratung einfach bei unserem Traumziel-Alarm ein oder melden sich bei unserer Hotline, die täglich bis 22.00h besetzt ist. 

Italien

Auch Italien hatte es schwer getroffen und es war einer der ersten Länder in Europa, das überhaupt von der der Pandemie getroffen wurde. Die unschönen Bilder aus den Kliniken im Norden des Landes haben wir noch gut vor Augen. Mittlerweile hat sich die Situation deutlich entspannt und das Leben geht in großen Schritten Richtung Normalität. Daher hat sich die Regierung auch entschieden, ausländische Touristen am 03. Juni wieder uneingeschränkt ins Land zu lassen. Sollten Sie schon vor dem 15. Juni planen nach Italien auf dem Landweg reisen zu wollen – keine Sorge: Österreich erlaubt auch vor der offiziellen Grenzöffnung den Transitverkehr nach Italien. Am einfachsten und schnellsten ist natürlich der Flieger. Gerade der Süden des Landes und Sizilien werden im Juni noch entspannt ruhig sein, da die meisten Italiener erst im Juli und August in die Ferien fahren. Für ein Last-Minute Angebot schauen Sie doch mal bei unseren Last-Minute-Angeboten vorbei oder lassen sich einfach bei unserer Hotline beraten. 

Türkei

Die Türkei ist immens vom Tourismus abhängig. Das gilt besonders für die Gebiete am Mittelmeer wie die Türkische Riviera oder die Ägäis. Daher ist es verständlich, dass die Türkei ausländischen Touristen so schnell wie möglich den Urlaub im Land ermöglichen will. Ende Mai soll zunächst der innertürkische Flugverkehr wieder hochgefahren werden, im Juni, dann auch die internationalen. Auch vor Ort bereiten sich die Hoteliers auf die kommenden Gäste vor. Derzeit ist geplant, jeden ausländischen Touristen an den Flughäfen auf Corona zu testen. Nicht bekannt ist, was passiert, wenn dieser Test positiv sein sollte. Melden Sie sich einfach bei unserem Traumziel-Alarm an: dann sind Sie die ersten, die wissen, wenn es wieder mit dem Tourismus in die schöne Türkei geht.

Griechenland

Griechenland gehört zu den ersten Ländern, die andeuteten, sich dem Tourismus wieder öffnen zu wollen. Das haben sie nun gemacht und bestätigt, dass Ausländer ohne Einschränkungen ab 15. Juni einreisen können. Immerhin machen Hotelgewerbe und der Tourismus etwa 30% der griechischen Wirtschaftsleistung aus. Umso schlimmer für das Land, dass dieser Zweig derzeit brach liegt. Wenn man dazu noch überlegt, dass Griechenland den Hauptanteil dieses Umsatzes im Sommerhalbjahr, so kann man sich ausrechnen, dass dieser Gesamtanteil wahrscheinlich noch deutlich höher ausfallen wird, falls die ausländischen Touristen dieses Jahr fernbleiben müssen. Unterstützen Sie Griechenland bei einem fantastischen Sommerurlaub auf dem Festland oder eine der vielen hundert Inseln. Hier haben wir die Angebote für Sie zusammengefasst.

USA

Derzeit ist die Einreise nur für Staatsbürger der USA gestattet. Die Grenzen zu den Nachbarländern Mexiko und Kanada sind geschlossen. Auch wenn einige Bundestaaten innerhalb der USA Lockerungen des öffentlichen Lebens erlauben, ist noch nicht bekannt, wann Ausländer wieder als Touristen die USA bereisen können. United Airlines, eine der größten Fluggesellschaften der USA, plant ab Juni wieder seine Flugzeuge nach Berlin, Frankfurt und München zu schicken. Dies kann man als positives Signal sehen, allerdings müssen die Fluglinien auch irgendwie planen bzw. ihre Flüge buchbar machen. Wir wissen, dass sehr viele von Ihnen sehr gerne ihren Urlaub diesen Sommer in den USA verbringen würden. Aktivieren Sie doch einfach unseren Traumziel-Alarm: sobald es wieder los geht, wissen Sie es zuerst.

Mexiko

Für Mexiko ist es derzeit recht schwierig eine Einschätzung zu geben. Die Regierung des wunderschönen und vielseitigen Land in Mittelamerika hat aktuell noch den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Daher heißt es hier leider nur abzuwarten und zu hoffen, dass zum Herbst 2020, wenn die Hauptsaison für Mexiko beginnt, Reisen aus Europa wieder möglich sein werden.

Dominikanische Republik

Das touristisch wichtigste Land in der Karibik bereitet sich derzeit darauf vor, ab 01. Juli wieder ausländische Reisende zu empfangen. Da die Fallzahlen in den Gebieten um Punta Cana und Puerto Plata, dort wo ein Großteil der Touristen die Strandhotels besucht, relativ niedrig und die Hotelanlagen sehr großzügig angelegt sind, sind wir der Meinung, dass einem traumhaften Urlaub nichts im Wege steht. Zudem nun das erste Bundesland (Baden-Württemberg) angekündigt hat, wiederkehrende Touristen aus Nicht-EU Ländern nicht mehr unter häusliche Quarantäne zu setzen , solange die Fallzahlen dort übersichtlich sind. Wir sind sicher, dass die anderen Länder kurzfristig nachziehen werden. Schauen Sie sich doch schon einmal bei unseren „DomRep-Angeboten“ um.

Südafrika

Südafrika befindet sich derzeit in Phase 2 des Lockdowns, um die Ausweitung des Corona-Virus verlangsamen. Dies gilt zwar vorerst bis 01.06., aber es ist davon auszugehen, dass diese Maßnahmen verlängert werden, da sich das Virus in Südafrika durch die eng besiedelten Townships wahrscheinlich sonst schneller und unkontrollierter verbreiten kann als z.b. in Mitteleuropa.

Wann wir uns wieder auf traumhafte Safaris in den Nationalparks Südafrikas begeben dürfen ist derzeit noch ungewiss. Die Hauptreisezeit in Südafrika ist unser Winterhalbjahr, daher sind wir sehr optimistisch, dass dieses Jahr noch nach Südafrika gereist werden kann. Abonnieren Sie einfach den Traumziel-Alarm. Dann erfahren Sie von uns als erstes wenn Buchungen nach Südafrika wieder möglich sind.

Namibia

Namibia Update 29.06.: Gemäß einer Pressekonferenz des Präsidenten vom 22.06. plant das Land die Wiederöffnung der Grenzen für ausländische Touristen für den 18.09.2020. Dieses Datum ist allerdings explizit unverbindlich und abhängig von den Pandemie-Entwicklungen der nächsten Wochen. Einige Ausnahmen für wenige Besucher für eine frühere Einreise im Rahmen einer „Tourism revival initiative“ zwischen 15.07.20 und 15.08.20 sollen noch kommuniziert werden. Es ist noch nicht geklärt, unter welchen Bedingungen die Einreise möglich sein wird (z.B. Maskenpflicht, Medizinchecks, Coronatest-Nachweis). Derzeit empfehlen wir Buchungen ab Oktober 2020.

Tansania

Wir freuen uns berichten zu dürfen, dass Tansania seit 21. Mai wieder komplett offen für ausländische Touristen sind. Das bedeutet auch, dass niemand mehr in Quarantäne muss, der aus dem Ausland einreist. Lokale Zeitungen berichten, dass die ersten Touristen direkt am 21. Mai gelandet sind und sich auf eine Tour auf den Kilimandscharo begeben haben. Corona hat dem Land nicht so sehr geschadet und soweit wir es überblicken können, haben die Unterkünfte von der kleinen Pension über die Hotels bis hin zur Luxus-Lodge wieder geöffnet. Wir hoffen natürlich, dass diese Öffnung Bestand haben wird bzw. dass weitere Länder in der Region nachziehen werden. Zwar hat Tansania mit der sensationellen Serengeti, dem Kilimanjaro oder der traumhaften Insel Sansibar schon selbst sehr viel zu bieten. Jedoch wäre eine Kombi-Reise mit Kenia oder Uganda natürlich noch faszinierender.  Vielleicht hatten Sie diesen Sommer oder Herbst eine Reise nach Afrika geplant und mussten diese leider stornieren?  Dann tragen Sie sich in unserem Traumziel-Alarm ein! Wir helfen Ihnen gerne Ihre Traumreise nach Afrika zu noch verwirklichen.

Thailand

In Thailand geht das Leben mittlerweile sein fast normalen Gang nach, so sind Restaurants, Geschäfte, Parks wieder geöffnet. Das Leben der Thailänder ist fast zur Normalität zurückgekehrt. Allerdings ist schwer zu sagen, wann die Einreiserestriktionen wieder gelockert werden. Thailand ist ein Ganzjahresziel und gerade im deutschen Sommer ein Geheimtipp, da viel weniger Touristen unterwegs sind. Die Hauptsaison liegt dennoch zwischen Oktober und März und da sind wir sehr optimistisch, dass diese auch in Thailand bereist werden kann. Der Tourismusminister sieht realistisch erst den Oktober, wenn internationale Touristen wieder empfangen werden können. Dann höchstwahrscheinlich auch mit deutlich weniger Touristen als die vergangenen Jahre, was in Anbetracht, dass in einigen Regionen des Landes der Overtourism Einzug gehalten hat, als gesunde Erholung interpretiert werden darf.

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Christofer GratzAusblick Reisen und Urlaub trotz Coronakrise in 2020

Reiseinformationen – Coronakrise (16.4.2020)

on 13. April 2020 Kommentare deaktiviert für Reiseinformationen – Coronakrise (16.4.2020)

Reisen während der Corona Krise: Was ist noch erlaubt?

Derzeit stellt sich unser aller Leben komplett anders dar, als wir es uns vor wenigen Wochen überhaupt hätten vorstellen können: Museen, Theater, kulturelle Einrichtungen, Bars, Restaurants, Sportclubs und Fitnessstudios sind geschlossen. Zudem sind wir angewiesen, soziale Kontakte außerhalb der Familie bzw. Partnerschaft auf das Äußerste zu reduzieren.

Abwechslung ist trotz Kontaktverbot wichtig

Daher verbringt die Mehrheit momentan die meiste Zeit zuhause, zumal viele Angestellte ins Home Office beordert wurden sowie Kitas und Schulen geschlossen sind. Dies ist für eine gewisse Zeit eine neue Situation, die sicherlich viele schöne Dinge mit sich bringt, z. B. verbringt man mehr Zeit mit den Liebsten. Das ist für viele nicht nur neu, sondern auf Dauer vermutlich auch sehr herausfordernd. Damit kein Frust aufkommt und/oder die Kinder Abwechslung im Alltag erhalten, sollte man sich regelmäßig an die frische Luft begeben und bewegen. Das kann ein längerer Spaziergang, Nordic Walking oder Joggen sein.

Ende der Reisebeschränkungen noch ungewiss

Eine nachhaltige Erholung von den eigenen vier Wänden bietet allerdings nur ein Ortswechsel durch Ausflüge und Kurztrips. Derzeit spricht das Auswärtige Amt eine touristische Reisewarnung nur für ausländische Reisen aus, was wir auch dringend empfehlen, einzuhalten. Stand heute gibt es zwar immer noch Flüge aus Deutschland z.B. nach Großbritannien, in die USA, nach China oder Japan, aber aufgrund der Tatsache, dass die europäische Luftfahrt derzeit immer noch weiter eingeschränkt wird, besteht die Gefahr im Ausland zu stranden, so wie es derzeit immer noch mehrere Tausend Deutsche sind. Aktueller Stand ist, dass die Einschränkungen des öffentlichen Lebens und damit auch die Reisebeschränkungen bis mindestens 19. April andauern werden.

Daher sollte sich das Reisen derzeit gänzlich auf Deutschland beschränken.

Um dies auch in Einklang mit den aktuellen Regularien zu bringen, empfehlen wir Trips in ländliche Gegenden. Zum einen bieten die deutschen Städte aktuell leider nichts von dem, was sie normalerweise als Reiseziele spannend machten, des Weiteren ist das natürlich im Sinne des sogenannten Social Distancing. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass Sie so an Orte kommen, die Sie unter normalen Umständen wahrscheinlich hätten links liegen gelassen.

Was ist erlaubt trotz Kontaktsperre?

Eine Abwechslung zu der aktuellen Situation kann also ein Trip in die nähere oder weitere Umgebung sein. Es besteht zwar derzeit eine Verordnung, dass leider in allen deutschen Bundesländern eine Beherbergung touristischer Gäste untersagt ist, für dienstliche bzw. berufliche Reisen gibt es allerdings ein ausreichendes Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten. In den meisten Bundesländern haben einige Restaurants, Bäckereien oder Cáfes tagsüber für die Mitnahme von Speisen und Getränken geöffnet. Bei schönem Wetter kann man sich so auch ausreichend versorgen und mit der „To-Go Verpflegung“ in die Sonne setzen.

Wo kann man während Corona noch hinfahren? 

Tipps, welche Ausflugsziele für welche Regionen sich anbieten, haben wir für Sie hier zusammengetragen:

Für den Norden empfiehlt sich eine Fahrt in die Lüneburger Heide, den Harz, das Emsland oder die auch um diese Jahreszeit wunderschön ist.  Weniger empfehlen wir derzeit die klassischen Hotspots an der Nord- und Ostseeküste. Da dort das Ziel prinzipiell die Strandpromenaden sind und damit sehr begrenzt Röume, wäre das nicht im Sinne der Kontaktreduktion bzw. -vermeidung. Daher haben Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ihre Länder offiziell für Touristen anderer Bundesländer geschlossen.

Im Osten der Republik bietet sich die Elbe mit ihren Landschaftsschutzgebieten, für die Berliner die Weiten Brandenburgs und für die Sachsen das Erzgebirge an. Im Westen und Süden lohnen sich Fahrten in eines der zahllosen Mittelgebirge. Überlegen Sie doch mal, wann Sie das letzte Mal im Odenwald, Spessart, Sauerland oder Teutoburger Wald waren.  Das eigene Auto bietet selbstverständlich den höchsten Komfort und Flexibilität, aber die Deutsche Bahn bietet ihre Dienste etwas eingeschränkt zum Normalbetrieb weiterhin an. Um als Familie auf so einer Reise die Kontaktdistanz einzuhalten, kann man z. B. ein ganzes Abteil reservieren.

mhengstmannReiseinformationen – Coronakrise (16.4.2020)